Neue Veranstaltungen im Jahr 2027.
Auf Ihre Erwartungen zugeschnitten.
Wir laden Sie ein, an sorgfältig vorbereiteten Reisen, Kurzaufenthalten und einzigartigen Veranstaltungen teilzunehmen, bei denen Sie mit uns faszinierende Landschaften, energiegeladene Städte, raffinierte Aromen der Küche und vor allem echte polnische Herzlichkeit und Gastfreundschaft entdecken werden.
Reisen

Schlesien: die deutsch — polnische Geschichte
Bildungsurlaub. Die kulturellen Perlen Schlesiens entdecken. Identität und Erbe Niederschlesiens im Wandel der Zeit.
Termin: vom 06. bis zum 11. Juni 2027
Preis: 995,- €. Einzelzimmerzuschlag: 152- €
Entdecken Sie mit uns
Über die Jahrhunderte hinweg haben sich im europäischen Kernland Schlesien verschiedene Sprachen, Volksgruppen und Kulturen miteinander gemischt und ausgetauscht. Es entstand eine einmalige Kulturlandschaft mit großartigen Baudenkmälern, prächtigen Kirchen und Klöstern, Burgen und Schlössern. Die Darstellung der historischen und aktuellen Wechselbeziehungen zwischen den Nachbarländern zeigen Wege der internationalen Zusammenarbeit, die das partnerschaftliche Miteinander stärken.
Dieser Bildungsurlaub in Polen bietet die Möglichkeit, ein umfassendes Verständnis für die Geschichte, Kultur, Politik und Gesellschaft des Landes zu entwickeln. Am Beispiel der historischen Entwicklung der Woiwodschaft Niederschlesien und seiner multikulturell geprägten Hauptstadt Breslau (Wrocław) erfahren wir mehr über die Nachkriegsgeschichte der Region und die aktuellen sozialen Herausforderungen.
Ein zentrales Ziel ist es, die Vielfalt der Religion und Kultur sowie ihren Einfluss auf die Gesellschaft und Politik im Laufe der Geschichte zu untersuchen. Dabei werden auch aktuelle soziale und wirtschaftliche Herausforderungen Polens, wie Beziehungen zu den Nachbarländern behandelt.
Unser Blick richtet sich dabei immer wieder auch auf den Umgang mit Menschen mit Hörbehinderungen im Laufe der Geschichte sowie heute. Während eines Treffens mit der Stiftung FONIS in Breslau werden wir Maßnahmen zugunsten von Menschen mit Behinderungen, Chancengleichheit für sie und ihre Familien in Bezug auf den Zugang zu öffentlichen Einrichtungen und den Zugang zu materiellen kulturellen und künstlerischen Gütern kennen lernen. Damit versuchen wir eine kommunikative und soziale Brücke zwischen deutsch-polnischen Gesprächsteilnehmenden zu bauen.
Durch historische Stadtführungen im Hirschberger Tal, Schweidnitz, Kreisau erfahren wir ein breites Spektrum an Einblicken in die deutsch-polnische Geschichte, Kultur und Gesellschaft.
Der Kerngedanke besteht darin, den europäischen Gemeinschaftsgedanken zu stärken und Vorurteile gegenüber unserem Nachbarland Polen sowie gegenüber sozial benachteiligten und hörbeeinträchtigten Minderheiten in der Gesellschaft abzubauen. Probleme, Einstellungen und Unterstützungsangebote in Deutschland und Polen werden näher betrachtet, um Verständnis und Akzeptanz zu fördern und weitere Lösungsansätze für unterschiedliche soziale und gesellschaftliche Herausforderungen in allen Lebensbereichen (Familie und soziales Netz, Bildung und Ausbildung, Erwerbsarbeit und Einkommen, alltägliche Lebensführung, Gesundheit, Freizeit, Kultur und Sport, Sicherheit und Schutz vor Gewalt, Politik und Öffentlichkeit) zu erreichen.
Tag 1: Sonntag, 06. Juni: Anreise
Eigene Anreise bis nach Görlitz. Möglichkeit nach Absprache einer gemeinsamen Fahrt ab Frankfurt am Main mit dem Zug nach Görlitz möglich (nicht im Preis inbegriffen.). Start der Veranstaltung in Görlitz 15.00 Uhr. Vorstellung der Reise und Klärung organisatorischer Fragen. Einführung in das Konzept und die Ziele der Bildungsreise. Vorstellung des Programms. Austausch der Erwartungen. Geführter Stadtbummel durch die Görlitzer Altstadt mit Austausch zu sozial- politischen Fragen der zusammenwachsenden Europastadt Görlitz-Zgorzelec.
Übernachtung in Görlitz im 3-Sterne-Hotel Am Goldenen Strauss (vom Bahnhof Görlitz mit der Straßenbahnlinie 2 bequem zu erreichen)
Tag 2, Sonntag, der 07. Juni 2025 Türkiser See im Nationalpark, Kirchruine in Hoff, Orgelkonzert in Cammin.
Als Einstieg in den Tag erläutern wir die Tagesziele und starten mit einem Brainstorming zu persönlichen Fragestellungen zu den Tagesinhalten.
Fahrt ins Hirschberger Tal.
Ziel des heutigen Tages ist das fördern des Verständnisses für aktuelle kulturelle und soziale Entwicklungen in der Region. Die Teilnehmer erleben wie Vereinstätigkeiten die Vergangenheit und die Gegenwart geprägt haben und die Zukunft gestalten. Wir erkunden das nähere Umfeld der Schlösserlandschaft im Hirschberger Tal. Im benachbarten Buchwald (Bukowiec) entstand die erste und auch schönste Parklandschaft des Hirschberger Tals. Hier hat auch heute noch ein deutsch-polnischer Verein den Sitz zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur. Danach fahren wir zum Schloss und Gut Lomnitz (Łomnica). In einem wiederaufgebauten Bethaus erfahren wir die Geschichte der Bethäuser in der Region.
Mittagspause in Lomnitz in eigener Regie. Untersuchung der Vielfalt der Religion und Kultur sowie ihren Einfluss auf die Gesellschaft im Laufe der Geschichte. Die Teilnehmer erfahren die Geschichte der evangelischen Auswanderer aus Österreich und deren Einfluss auf das kulturelle Erbe der Region.
Als nächstes besuchen wir Schloss Fischbach (Karpniki). Unsere Aufmerksamkeit gilt der Sommerresidenz der Hohenzollern-Könige in Erdmannsdorf sowie die architektonischen Besonderheit der Tiroler Häuser in der unmittelbaren Umgebung. Danach statten wir Schloss Stonsdorf (Staniszów) einen Besuch ab, wo wir einen hausgemachten Likör (gegen Aufpreis) probieren können.
Reflexion des Tages, Einblicke und Besprechung der Inhalte des nächsten Tages
Der Tag klingt mit einem gemütlichen Abend im 3-Sterne-Hotel Mercure Jelenia Góra aus. Abendessen im Hotel.
Tag 3: Dienstag, 08. Juni: Schlesische Toleranz, multikulturell geprägte Stadt.
Wir starten wieder mit einem Brainstorming zu relevanten Fragestellungen für den Tag. Heute nehmen wir uns Zeit für einen tieferen Einblick in die deutsch-polnische Geschichte und Kultur der Region. Die Teilnehmer erfahren Wissenswertes über Konfessionen und geschichtliche Ereignisse durch welche die Region geprägt wurde.
Als Tor zum Riesengebirge gilt die Stadt Hirschberg (Jelenia Góra). Bei einem Spaziergang durch die Altstadt kommen wir zum malerischen Marktplatz mit seinen barocken und klassizistischen Fassaden sowie den Laubengängen. Am Ende der schicken Fußgängerzone gelangen wir zur prächtigen Heiligkreuzkirche, einer der sechs schlesischen Gnadenkirchen, umgeben von den prunkvollen Grabkapellen der sog. Schleierherren, jenen Kaufleuten, die Hirschberg den Wohlstand brachten.
Einblicke in die polnische Geschichte, Kultur und Gesellschaft. Die Teilnehmer erhalten Einblicke in die komplexe Geschichte Polens des 20. Jahrhunderts, Informationen zu der kommunistische Ära und des Übergangs zur Demokratie.
Wir fahren weiter nach Breslau (Wrocław), wo wir noch einen entspannten Spaziergang im nahen Zentrum machen. Die ehemalige Hauptstadt Schlesiens und viertgrößte Stadt Polens präsentiert sich heute stolz und geschichtsbewußt mit einer neuen europäischen und multikulturellen Identität und gilt mit dem Willy Brandt Zentrum der Universität Wroclaw als Hochburg deutsch-polnischer Beziehungen.
Wir übernachten im 3-Sterne-Hotel Tulip in der Breslauer Altstadt (2 Nächte).
Dort angekommen werden wir den Tag nochmal reflektieren und die Inhalte des nächsten Tages insbesondere den Besuch bei einer Stiftung, die sich für die Bedürfnisse von Menschen mit Hörbehinderungen einsetzt, vorbereiten.
4. Tag: Mittwoch, 09. Juni: Geschichte und Kultur des Nachbarlandes, gegenwärtige soziale Herausforderungen anhand des sozialen Engagements des Polnischen Gehörlosenverband (PZG)
Nach unserer Morgen Routine mit Einblick in den Tagesablauf und Brainstorming zu relevanten Fragestellungen für den Tag, starten wir mit Einblicken in das deutsche Kulturerbe in der Breslauer Geschichte.
Unsere heutigen Exkursionen führen uns zu bedeutende historische Gedenkstätten.
Die schlesische Metropole Breslau, „Kulturhauptstadt Europas 2016,” hat seit 1989 wirtschaftlich, zivilisatorisch und kulturell einen unglaublichen Aufstieg zur „Blume Europas“ erlebt. Wir fahren zuerst zum Gelände der 1913 anlässlich des Jubiläums der Völkerschlacht bei Leipzig durch den Architekten Max Berg geschaffenen „Jahrhunderthalle“. Der Stahlbetonbau, zur damaligen Zeit der größte der Welt, gehört heute zum Weltkulturerbe.
Wir fahren danach zur Dominsel, der historischen Keimzelle der Stadt, wo wir den Dom und weitere Kirchen besichtigen. Am Oderufer entlang und über Brücken kommen wir an der Sandinsel vorbei zur Markthalle, die als 1908 errichtete Stahlbetonkonstruktion mit ihrer neugotischen Fassade in Ziegelmauerwerk ebenfalls eine besondere Attraktion darstellt und mit ihrem umfangreichen kulinarischen Angebot zu einer Mittagsrast einlädt.
Mittagspause auf dem Dominsel (nicht im Preis enthalten)
Stärkung des partnerschaftlichen Miteinander. Umgang und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen in Polen.
Nach der Mittagspause treffen wir uns mit den Mitgliedern einer polnischen Stiftung, die sich mit der Problematik der Hörbeeinträchtigung oder Taubheit befasst. Während des Treffens im Sitz werden wir über Maßnahmen zugunsten von Menschen mit Behinderungen, Chancengleichheit für sie und ihre Familien in Bezug auf den Zugang zu öffentlichen Einrichtungen und den Zugang zu materiellen kulturellen und künstlerischen Gütern erfahren. Im Mittelpunkt stehen Themen wie: Kompetenzaufbau, Erfahrungsaustausch und Vernetzung.
Anschließend werden wir den Tag nochmal reflektieren und Fragestellungen zu den Inhalten insbesondere den Besuch des deutsch-polnischen Vereins am nächsten Tag erarbeiten.
Übernachtung im 3-Sterne-Hotel Tulip in Wrocław
Tag 5: Donnerstag, 10. Juni: das wachsende deutsch-polnische Miteinander
Wir beginnen wieder mit Erläuterungen zum Tagesablauf mit Möglichkeit zur Ergänzung von am Vortag erarbeiteten Fragestellungen für den Tag.
Dann tauchen wir direkt ein in die Historische Bildung mit dem Erleben aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen.
Wir werden die Transformationsprozesse einer evangelischen Kirche im katholischen Polen verfolgen.
Wir verlassen Breslau und fahren nach Schweidnitz (Świdnica). Dort besichtigen wir die Friedenskirche, eine Besonderheit des evangelischen Kirchenbaues mit prächtiger barocker Ausstattung. Die größte Holzkirche Europas gehört heute zum Weltkulturerbe. Weiter fahren wir zum Gut Kreisau (Krzyżowa)
Mittagspause in Kreisau (nicht im Preis enthalten). Kommunikative und soziale Brücken an den Nahtstellen Europas, Union der Stärke durch Verflechtungen der Grenzregionen. Die Teilnehmer besuchen eine deutsch-polnische Stiftung, die einen europäischen Charakter mit einem Fokus auf die deutsch-polnische Zusammenarbeit hat.
Wir nehmen an einer Führung durch Kreisau mit anschließendem Gespräch zu aktuellen deutsch-polnischen Beziehungen im Rahmen der grenzüberschreitenden politischen Entwicklung (Europäische territoriale Zusammenarbeit) teil. Grenzregionen sind Nahtstellen Europas. Je enger die Verflechtungen in den Grenzregionen sind, desto stärker ist die Union.
Kreisau war ein Ort des ökumenischen Widerstandes in Schlesien gegen Adolf Hitler unter der Leitung von James Graf von Moltke, der 1944 von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde. Hier fand am 12. November 1989 der Versöhnungsgottesdienst statt, bei dem sich Kanzler Helmut Kohl und der erste freie Ministerpräsident Polens nach der Sowjetzeit, Tadeusz Mazowiecki umarmten und ein endlich möglich gewordenes neuen Kapitel guter Nachbarschaft zwischen geeinten Deutschen und dem freien Polen einleiteten. Heute schlägt hier das Herz des deutsch-polnischen Jugendwerkes und Ausstellungen dokumentieren im sanierten Schloss und Park die Zeitgeschichte.
Fördern der europäischen, gemeinschaftlichen Gedanken und Einblicke in das Zusammenleben der geteilten Stadt Görlitz
Unsere Fahrt führt uns weiter nach Bunzlau, eine traditionsreiche Töpferstadt mit jahrhundertelanger Keramiktradition. Hier haben wir die Möglichkeit, die berühmte Bunzlauer Keramik direkt im Werksverkauf der zweitältesten Manufaktur zu erwerben.
Bunzlau ist seit dem Mittelalter für seine kunstvoll gefertigten Keramikwaren bekannt. Charakteristisch sind die handgemalten Muster in Blau, Grün und Braun, die weltweit geschätzt werden und bis heute das Markenzeichen der Stadt sind. Neben der Keramik lädt auch die charmante Altstadt mit Rathaus und Marktplatz zum Entdecken ein.
Am späten Nachmittag werden wir den Tag nochmal reflektieren und unseren Besuch beim Görlitzer Magistrat vorbereiten sowie weitere Inhalte des nächsten Tages besprechen.
Übernachtung und Abendessen im 3-Sterne-Hotel Ibis Styles in Bolesławiec.
Tag 6: Freitag, 11. Juni: Europastadt Görlitz-Zgorzelec, Empfang im Görlitzer Rathaus
Wir starten mit einem kleinen, geführten geschichtlichen Stadtrundbummel durch Bunzlau.
Anschließend fahren wir nach Görlitz, einer der schönsten Städte Deutschlands. Viele Eindrücke lassen sich visuell erleben, ohne viele Worte. Der Weg über die Altstadtbrücke nach Zgorzelec zeigt die Verbindung zweier Kulturen, in die wir nun eintauchen. Museen und Kirchen bieten zunehmend schriftliche und visuelle Informationen. So wird Görlitz auch für Menschen mit Hörbeeinträchtigung leichter zugänglich und erlebbar.
Nach einer kurzen Mittagspause (gegen Aufpreis) besuchen wir den Görlitzer Magistrat.Bei dem Empfang werden wir die sozialpolitische Fragen der zusammenwachsenden Europastadt Görlitz-Zgorzelec näher kennenlernen.
Programmende um 16:30 Uhr in Görlitz.
Eigene Rückfahrt von Görlitz (nicht im Preis inbegriffen). Eine Absprache für eine gemeinsame An- und Abreise mit anderen Teilnehmenden wird auf Wunsch ermöglicht. Änderungen vorbehalten
• 1 Übernachtung mit Frühstück im 3-Sterne-Hotel Am Goldenen Strauss im Stadtzentrum von Görlitz – www.amgoldenenstrauss.de
• 1 Übernachtung mit Halbpension im 3-Sterne-Hotel Mercure Jelenia Góra in Hirschberg – www.all.accor.com
• 2 Übernachtungen mit Frühstück im 3-Sterne-Hotel Tulip in der Breslauer Altstadt (nur 200 m vom Marktplatz entfernt) – www.goldentulip.com
• 1 Übernachtung mit Halbpension im 3-Sterne-Hotel Ibis Styles in Bunzlau – www.all.accor.com
• Fahrten zu den jeweiligen Reisezielen in einem modernen Bus mit WC, Klimaanlage und Getränke-Service
• Reiseleitung
• Geführter Stadtbummel durch Görlitz
• Tagesfahrt ins Hirschberger Tal
• 2 × Stadtführung in Breslau
• Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Stiftung FONIS in Breslau
• Geführter Stadtbummel durch Bunzlau
• Empfang im Görlitzer Rathaus
• Sicherungsscheine
• Alle Ortstaxen und Eintritte laut Programm
Wichtige Hinweise:
• An- und Abreise sind nicht enthalten und selbst zu buchen.
• Eine Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung wird empfohlen.
• Die erforderliche Mindestteilnehmerzahl bis zum 14. März beträgt 15 Personen.
Die Reise wird in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Stiftung durchgeführt.

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